Bürgerverein Sommerhausen

Sommerhäuser Zeitgeschehen: das Jahr 1996

SommerhäuserZeitgeschehen
Sommerhausen vor 25 Jahren – Rückblick Juli 1996 –

(Recherchiert und geschrieben von Siegbert Fuchs) 

1. Juli – 27. Juli – Torturmtheater
Im Torturmtheater wurde das sarkastische Stück “ Den Engln hot dä Teifi gsehn“ gespielt.

1. Juli und 14. Juli – Der Historische Burschenverein auf Reisen
Beim Bezirkstrachtenfest in Reichenbach bei Münnerstadt am 1.7. und beim Trachtenfest in Sulzbach-Rosenberg (Oberpfalz) war der historische Burschenverein mit einer zahlreichen Delegation dabei.

6. Juli – Wettbewerb zur Deutschen Meisterschaft im Modellkunstflug – Günther Ulsamer vom MFC Sommerhausen wurde Zweiter –
Auf dem Gelände des Modellflugclubs droben am Sonnenberg fand der 5. Teilwettbewerb zur Deutschen Meisterschaft im Modellkunstflug statt. Das Wetter war nicht ideal. Starker Wind und Regen beeinträchtigte die Veranstaltung, so dass immer wieder der Wettbewerb unterbrochen werden musste. Dennoch brachten alle 25 angetretenen Piloten ihre Flugzeuge nach 23 Kunstflugfiguren wieder unbeschädigt zu Boden. Topfavorit Peter Erang, aus dem schwäbischen Schorndorf, konnte erwartungsgemäß den Wettbewerb für sich entscheiden. Bis zum zweiten Durchgang führte überraschend der Frickenhäuser Günther Ulsamer. Am Sonntag setzte sich Peter Erang durch, jedoch unter glücklichen Umständen. Erang konnte seinen Flug eher beginnen, als das Wetter noch konstant war. Günter Ulsamer hatte Pech, dass er bei den später schlechteren Wetterbedingungen starten musste. Das kostete ihn den Sieg und so wurde er hinter Peter Erang, der 3.156 Punkte errang, mit 3.150 Punkten letztlich nur Zweiter. Trotzdem war das ein herausragender Erfolg für den für Sommerhausen startenden Frickenhäuser. Stefan Fink aus Regensburg wurde Dritter. Die weiteren Platzierungen der Piloten vom MFC Sommerhausen: Platz 8 Hermann Ulsamer, Platz 17 Reiner Eck und Platz 23 Harald Richter. In der momentanen Tabelle der Deutschen Meisterschaft spiegelte sich das Ergebnis dieses Wettbewerbs nieder. Peter Erang lag knapp vor Günther Ulsamer und Stefan Fink. In Lehrte – bei Hannover – fand die Endausscheidung zur Deutschen Meisterschaft statt. Günther Ulsamer hatte die Chance, Deutscher Meister zu werden, welche er nur knapp verpasste und Vizemeister wurde. Auf Grund seiner kontinuierlichen starken Leistung wurde Günther Ulsamer für die Europameisterschaft in Tschechien nominiert.

17. Juli – Openairkonzert im Wildpark
Liebhaber französischer und kanadischer Lieder erlebten ein außergewöhnliches Konzert. Die Band Yannik Monot & Nouvelle France aus Lousiana begeisterten mit ihren Liedern das Publikum. Organisiert wurde das Konzert vom Folkverein Würzburg und den Mainfränkischen Werkstätten.

20. und 21. Juli – 50 Jahre Fußball TSG Sommerhausen
Sechs Fußballspiele fanden an den beiden Spieltagen bei herrlichem Sommerwetter zum 50. Jubiläum statt. Weitgereister Gast war der 1. Ligist FC Ascona aus der Schweiz. Die TSG hielt sich tapfer gegen den spielerisch überlegenen Gegner und verlor nur mit 0:2. Die weiteren Spiele: TSG Sommerhausen AH – SG Randersacker AH 2:8, TSG Sommerhausen C-Jugend – FC Hopferstadt C-Jugend 5:1, SG Randersacker – FC Winterhausen 1:2, TSV Unterpleichfeld – SG Hettstadt 0:1, SV Erlach – FC Hopferstadt 1:3.

Das Fußballteam FC Ascona weilte vier Tage in Sommerhausen. Sie wohnten im Gasthaus zum Schwan und trainierten auf dem Sportplatz an der Tränk. Sie wurden von Siegbert Fuchs betreut, der aus seiner Flughafenzeit mit dem Manager des FC Ascona, Enrico Tresch, früher Zürich-Kloten Flughafen, befreundet ist. Sie lernten auch Sommerhausen, Würzburg und die nähere Umgebung kennen und waren begeistert.

20. 26. JuliSchwedische Woche in Sommerhausen
Durch die Beziehungen von Thomas Streit, ehemaliger Chorleiter, kam diese Veranstaltung zustande. Die deutsch-schwedische Sopranistin Bengtson-Opitz war früher die Gesangslehrerin von Thomas Streit.

28. Juli – Bunter Nachmittag zu Gunsten mukoviszidoser Kinder
Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntag, den 28. Juli, über 200 Menschen auf dem Plan in Sommerhausen. Sie waren gekommen, um das abwechslungsreiche Programm zu genießen, jedoch auch etwas Gutes für kranke Kinder zu tun. Organisator Artur Steinmann lud ein und verkündete, dass der Erlös mukoviszidose Kinder zugutekommt. Sein Ziel, 100.000 DM zu erreichen, soll bald verwirklicht werden. Das bunte Programm aus Musik, Lesung und Schauspiel gefiel den Besuchern sehr. Sie hingen an den Lippen des Winterhäuser Kinderchors genauso, wie an denen der Profis von den Röttinger Festspielen und spendeten reichlichen Applaus. Mit dem Wiener Schauspieler Peter Josch, der Leiter der Röttinger Festspiele, waren weitere Schauspielerinnen- und Schauspieler wie Renate Kastelik, Helga Papouschek, Christiane Rücker, Dany Sigel, Karl Dabravsky, Albert Rolant, Kurt Schreibmeyer und Hubert Tescheppe in Sommerhausen dabei. Am Klavier spielte Vladimir Kiradijev.

29. Juli – Junge Feuerwehrleute bestanden Prüfung
Ihre Grundkenntnisse stellten Jungfeuerwehren aus dem Landkreis bei der Leistungsprüfung unter Beweis. Die Jungleistungsprüfung wurde von Feuerwehranwärtern – zwischen 14 und 18 Jahre – abgelegt. Zweck der Übung: Der Nachweis der Grundkenntnisse über die Dienstvorschrift 4 (Die Gruppe im Löscheinsatz). In Einzelübungen mussten die Anwärter an der ersten Station einen Mastwurf um den Sauganschluss eines Fahrzeugs legen. Danach erfolgte innerhalb von 30 Sekunden die Sicherung eines angekoppelten C-Strahlrohres mit einer Leine. Zur dritten Aufgabe traten die Absolventen an, um Kameraden mit der Fangleine einen Rettungsknoten zu knüpfen. Mit Geschicklichkeit wurde im Anschluss ein C-Schlauch ausgerollt und ein Leinenbeutel über die Distanz von sieben Meter zwischen zwei Pfosten geworfen. Saugschlauch – und Stahlrohrkuppeln rundeten die feuerwehrtechnischen Anforderungen ab. Kondition war bei der vorletzten Prüfung angesagt. Aus sechs Schläuchen musste in 90 Sekunden eine C-Leitung über 90 Meter gekuppelt werden. Ein Fragebogen zur Theorie beendete die umfangreiche Prüfung. Nach der Auswertung gab es nur noch strahlende Gesichter. Manuela Amend, Thomas Fink, Jan Dusel, Sven Köhler, Manuel Schmitt und Christian Baumann aus Sommerhausen und weitere Prüflinge aus dem Landkreis Würzburg bestanden souverän die Prüfung. Die Jugendwarte Marco Bassmann, Michael Furkel und Eberhard Öhler gilt es unbedingt noch zu erwähnen und Dankeschön zu sagen. Schließlich brachten sie mit viel Engagement und Geduld den Prüflingen das Grundhandwerk der Feuerwehr bei.

 

50 Jahre TSG Sommerhausen - Abteilung Fußball: TSG-Fußballabteilungsleiter Klaus Papke überreicht dem Spielführer Marcello Riccio vom FC Ascona einen 3 Liter Bocksbeutel und einen TSG- Wimpel.
Artur Steinmann und der Winterhäuser Kinderchor anlässlich der Benefizveranstaltung für mukoviszidosekranke Kinder

Sommerhäuser Zeitgeschehen
Sommerhausen vor 25 Jahren – Rückblick Mai 1996 –

(Recherchiert und geschrieben von Siegbert Fuchs)

1. Mai – Maifeier am Plan. Bei strahlend blauen Himmel waren zahlreiche Besucher am Plan um die erste Freiluftveranstaltung mitzuerleben. Der historische Burschenverein und seine kräftigen Helfer stellte einen Tag vorher den Maibaum auf, der als Symbol für den 1.Mai gilt. Bürgermeister Gerhard Oehler erinnerte in seiner Ansprache über die Entstehung dieses Feiertags. Danach tanzten Pärchen jung und alt in der Tracht des Historischen Burschenvereins um den Maibaum herum. Taktgeber waren die Sommerhäuser Musikanten unter der Leitung von Norbert Brand. Der gemischte Chor der Sommerhäuser Liedertafel sang Lieder zum Wonnemonat Mai. Das Frankenlied wurde zum Abschluß gespielt und gesungen, dann löste sich die Menschenansammlung auf. Doch der Feiertag fand draußen auf dem Gelände der Absatzgenossenschaft mit diversen Getränken und Speisen seine Fortsetzung. Der Obst-Wein-und Gartenbauverein lud zum ersten Weinfest des Jahres 1996 ein.

4. Mai – Schon wenige Tage später fand das Feldgeschworenentreffen in Sommerhausen statt. Über 300 Gäste kamen. Schon um 8 Uhr in der Frühe gab es am Feuerwehrhaus einen Sektemfang. Um 8 Uhr 45 stellten sich die Feldgeschworenen zum Kirchgang auf, marschierten durch den festlich geschmückten Altort zur Bartholomäuskirche. Dort erwarteten die zahlreichen Besucher die „Siebener“ zum Festgottesdienst den Pfarrer Heinz Schuster leitete. Zum festlichen Rahmen in der Kirche sang der Sommerhäuser Kirchenchor. Nach dem Festgottesdienst war der „Plan“ der ideale Ort um die Festlichkeiten fortzuführen. Ansprachen von Bürgermeister Gerhard Oehler und Landrat Waldemar Zorn folgten. Zorn würdigte die vorbildliche Arbeit der Siebener im Dienste ihrer Gemeinden. Den feierlichen Rahmen begleiteten die Sommerhäuser Musikanten, die Liedertafel und der Historische Burschenverein. Nach dem Mittagessen wurde die Veranstaltung in der Willi Supp Halle fortgesetzt. Erich Meckel wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zum Vorstand der Ochsenfurter Siebener wurde Gosbert Geisendörfer aus Öllingen ernannt. Der Sommerhäuser Karl Schloßnagel blieb auf seinem Posten als Stellvertreter. Verschiedene Ehrungen fanden außerdem statt. Am Schluss fiel der Leitspruch „Wahr, Recht und Gerecht“.

Karl Schlossnagel_Vorstand SiebenerEin Klick auf das Bild vergrößert dessen Ansicht!

Der 1. Vorsitzende der Sommerhäuser „Siebener“ Karl Schloßnagel  und sein späterer Nachfolger Werner Wenninger.
Foto: Siegbert Fuchs, 4.5.1996


5. Mai – Der Bürgerverein fuhr mit dem Schiff Mozart II nach Dettelbach. 107 Sommerhäuser Bürgerinnen und Bürger , darunter auch Kinder, waren unter den Passagieren.

Weil das Wetter so schön war, schlug Martha Bergmann, welche die Morgenandacht hielt, als das Schiff die Schleuse bei Kleinochsenfurt erreicht hatte, das Lied „Die güldene Sonne, voll Freud und Wonne“ an. Da wurde es im Schiff mucksmäuschenstill. Die anderen Passagiere staunten, wie schön die Sommerhäuser singen können. Danach wurde es wieder munter auf dem Schiff. Ich wechselte vom Unterdeck zum Oberdeck, um Stimmen aufzufangen und um auch zu fotografien. Da hörte ich Worte: Ach, is dess schöa auf so en Schiff, schönner als mit dem Auto rumfohr. Doch e bissla Angst habi scho, i konn nit schwimm, wenn dess Schiff unnergät. Ich beruhigte die Dame und sagte: „Du mosst ke Angst habb, sou e Schiff is noch nie unnergange.“ Über Ochsenfurt, Frickenhausen, Marktbreit, Marktsteft, Kitzingen, Mainstockheim, erreichten wir unser Ziel Dettelbach. „Es is Zeit, dass mer endli do senn , meinte Emmi Schick, mei Mocha knorrt scho“. Nach dem Aussteigen war noch ein langer Fußweg um die Gaststätten zu erreichen. Da hörte man schon ein gelegentlich Murren unter den Älteren. „Woss, so weit möss e me leff“. Soll e me a Taxi hol , meinte ein Vorstandsmitglied, dess zohlt er obr salwer, abr nitt der Börcherverein. Na dann leff e mer liaber war dann die Antwort. Nun das Essen in fast allen Gaststätten war gut. Schon eine halbe Stunde vor der Abfahrt (17 Uhr) standen die Sommerhäuser am Schiff. Der Keims Andress hatte einen Besen in der Hand um seine Schuhe zu säubern. Du mosst doch nit dei Schoa putz, sagte ich zu ihm. Doch, antwortete der Andress: „I bin in Hundescheiße neigetrata, un konn nitt sou im Schiff eisteich“. Großes Gelächter. Die Rückfahrt war lustig. Es wurde viel gesungen. Die Kinder sangen Kinderlieder, wir „Alten“ uns vertraute Volkslieder. Bevor die Sonne unterging erreichten wir den Heimathafen Sommerhausen. Schöa wors, hörte man von vielen. Über diese außergewöhnliche Reise habe ich genau 11 Seiten geschrieben. Sie steht handgeschrieben im Protokollbuch.

7. Mai – Kreativ waren die Feuerwehrleute tätig. Sie bauten eine Holzeisenbahn, welche im Gemeindekindergarten aufgestellt wurde und dort auch bleiben wird. Der Kommandant Richard Amend war der Initiator. Er meinte, nachdem die alte Eisenbahn verrottet war, soll unbedingt eine „Neue“ gebaut werden.

9. Mai – Sechs neue Gemeinderäte, Thomas Bidner, Martin Fink, Siegbert Fuchs, Friedrich Furkel, Dr. Peter Hügelschäffer und Eberhard Mündlein wurden bei der ersten Sitzung der neuen Ligislaturperiode, feierlich in ihrem Amt eingeführt.

11. Mai – Diamantene Hochzeit von Anna und Christoph Furkel. Der stellvertetende Landrat Andreas Ostemer und der Sommerhäuser 1.Bürgermeister Gerhard Oehler besuchte beide in ihrem Haus und gratulierten. Gerhard Oehler überreichte den beiden einen wertvollen Stich von Sommerhausen. Ich hatte die Ehre vom Bürgerverein Glückwünsche auszusprechen und drehte auch einen kleinen Video-Film. Als ich beide interviewen wollte, bekam ich keine Anwort. Als ich beim Weggehen Christoph Furkel fragte, warum er nichts gesagt hat, antwortete er: „i bin doch nit blöd un soch woss, un mei Fra hätt sowieso nix gsocht“.

13. Mai – Frühlingsmarkt in Sommerhausen am Plan. Eine herausragende Ausstellung am Plan, wie sie leider in späteren Jahren nicht mehr wiederholt wurde. Man zählte ca 1500 Zuschauer. Mit dabei der Faßmacher Karl Aßmann aus Eußenheim, der 25 Fässer ausstellte und den Leuten zeigte, wie ein Fass zusammengebaut wird. Korbflechter Stefan Rippstein kam aus Sand am Main, der Korbflechtergemeinde Nr.1 in Unterfranken. Seit fünf Generationen übe seine Familie schon diese Tradition aus, sagte er. Robert und Gerda Schmitt aus Höchberg zeigten traditionelle Holzformen. Christian Bogner aus Erlach war mit seinen hausgemachten Schnäpsen und Hausmacherwurst vertreten. Handwerker aus Sommerhausen waren durch Stuhlflechter Otto Albrecht und Günter Obermeier, als Imker, päsent. Der erste Handwerks- und Frühlingsmarkt sei ein ein großer Erfolg gewesen, meinte Organisatorin Annadora Diller-Könninger.

Im Monat Mai wurde im Torturmtheater das subtile Theaterstück „Den Engl hot da Teifi gsehn (Der Engel hat den Teufel gesehen). Veit Relin konnte die Schauspielerin, Regisseurin und Intendantin Lis Verhoesen von den Kreuzgangsspielen Feuchtwangen als Regisseurin gewinnen. Die Schauspieler Reinhard Simonischek (Kommissar Rex), Winfried Frey (Münchner Platzl) und Sabine Oberhorner (Chiemgauer Volkstheater) spielten brillant in diesem Stück.

Im Bockshorn war am 18. Mai der Kabarettist Bernd Vogel zu Gast.

21. Mai „Kennt ihr Blauland“ – Unter diesem Motto traten die Mädchen und Buben des Kindergartens auf. Verkleidet als kleine, farbige „Fitzliputzlis“ zeigten die Kinder in ihrem selbstgebastelten Kostümen eine unterhaltsame Aufführung mit Gesang und Gedichten.

Sommerhäuser Zeitgeschehen
Sommerhausen vor 25 Jahren – Rückblick März 1996 –

(Recherchiert und geschrieben von Siegbert Fuchs)

Gemeinderatswahlen am 10. März 1996. Plakate wurden damals nicht aufgehängt. Von wegen Werbung für die Gemeinderatskandidaten. Die Kandidaten wurden ohne Fotos im Februar im Mitteilungsblatt veröffentlicht, sowie im Rathauskasten ausgehängt. In der jetzigen Zeit übertreibt man schon heftig im Vorfeld der Wahlen mit riesigen Plakaten und Versprechungen in den Wahlbroschüren. Versprechungen die man im Laufe der Legislaturperiode nur begrenzt einhalten kann. Dann kommt wie geschehen, eine unvorhergesehene Pandemie dazu. So manches was geplant war, kann somit nicht umgesetzt werden. Um so mehr brauchen wir kluge Köpfe, die in dieser nicht einfachen Zeit, umsichtig und zum Wohle der Gemeinde, handeln. Da sind wir in Sommerhausen gut aufgestellt.

Zurück ins Jahr 1996. Sommerhausen war damals noch eine SPD-Hochburg, doch sie zerbröckelte immer mehr. Zum letzten Mal erreichte die SPD 1996 eine Mehrheit. Die CSU wurde zusehends stärker. Doch auch sie verlor im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf Kommunalebene, an Substanz. So langsam erholt sich diese in Sommerhausen wieder, ein Verdienst der engagierten Ortsvertreter. Dass sich immer mehr Zeitgenossen von den großen Parteien abwandten, lag daran, weil die große Politik sich nicht mehr volksnah präsentierten. Das ständige Machtgehabe ging den Menschen in Deutschland auf die Nerven. Das war auch der Grund, warum immer mehr neue Parteien entstanden. In den Kommunen tauchten später immer mehr freie Wähler auf. In Sommerhausen wurde die WGS immer stärker. Die SPD verschwand in Sommerhausen, nachdem die letzte Vorsitzende und sehr engagierte Gemeinderätin Waldtraut Müller, viel zu früh verstarb. Wenn ein Zugpferd wegfällt, kann das oft das Ende einer Gruppierung sein. Für die SPD etablierte sich später die Bürgerliste in Sommerhausen.

Kommunalwahlen in Ortschaften wie Sommerhausen sind personenbezogene Wahlen. Es werden Menschen gewählt, die bekannt sind. Diejenigen die in den Vereinen sehr aktiv sind, haben bessere Chancen gewählt zu werden, als nicht aktive Bürger. Es sei denn, sie haben eine besondere Lobby, bedingt durch einen großen Verwandten- und Freundeskreis. Auch zugezogene Bürger haben es schwerer, gewählt zu werden. Ausnahmen gab es wie früher Helmut Coenen und in neuerer Zeit Klaus Kowalczyk und zuletzt Wilfried Saak, der Bürgermeister wurde. Starke Persönlichkeiten werden sich immer, egal wo, durchsetzen.

Am 10. März 1996 wurden mit Thomas Bidner, Martin Fink, Siegbert Fuchs, Friedrich Furkel, Eberhard Mündlein und Wolfgang Ströhl sechs neue Marktgemeinderäte gewählt. Auf eigenen Wunsch traten die Marktgemeinderäte Wolfgang Baum, Friedrich Berger, Rudolf Fink, Werner Genauer und Heinz Schenk nicht mehr an. Helmut Coenen trat 1996 noch einmal an, doch er scheiterte knapp an seiner Wiederwahl. Diese sechs verdienstvollen Gemeinderäte, wurden, bevor die neue Legislaturperide begann, bei einer Feierstunde im Rathaus mit der goldenen, silbernen und kleinen Pastoriusmedaille ausgezeichnet. Bürgermeister blieb Gerhard Oehler. Es gab keine weiteren Kandidaten. So konnte sich Gerhard Oehler ohne Wahlstress auf seine weiteren sechs Jahre einstellen und der Gemeinde mit seinen großen Erfahrungswerten dienen.

Die Aufstellung der gewählten Marktgemeinderäte

Bürgermeister Gerhard Oehler, 848 (gültige Stimmen)

Marktgemeinderäte (gültige Stimmen):

CDU: Michael Bergmann 774, Dr. Peter Hügelschäffer 659, Herta Supp 563,

SPD: Waltraud Müller 1012, Siegbert Fuchs 670, Hans Dusel 625, Eberhard Mündlein 430, Wolfgang Ströhl 343

WGS: Fritz Steinmann 1096, Friedrich Furkel 597, Martin Fink 415, Thomas Bidner 386

17.3.1996: Bürgernachmittag im evangelischen Gemeindezentrum

1990 wurde der Bürgernachmittag des Bürgervereins eingeführt. Eine Veranstaltung für die Sommerhäuser Bürger mit einem musikalischen Rahmenprogramm. Der langjährige 1.Vorsitzende Erich Jacoby hatte Ende der 80er Jahre die Idee, die verwirklicht wurde. Bei der Veranstaltung am 17.3. wurde Erich Jacoby verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der neue 1.Vorsitzende Michael Bergmann nahm die Auszeichnung vor und bedankte sich mit wohlwollenden Worten an seinem Vorgänger, der sichtlich gerührt war und in seiner Abschiedsrede aus seiner 20jährigen Amtszeit erzählte. Der Höhepunkt, so Jacoby, war das 100jährige Jubiläum des Bürgervereins. Nicht wie sonst die Sommerhäuser Musikanten, sondern die Akkordeongruppe mit Artur Steinmann, Kerstin Schwarz, Tanja Müller Wilhelm Meyer, sorgten für die musikalische Untermalung. Dazu, als weitere musikalische Überraschung, die neugegründete Kinder-Akkordeongruppe, welche von Hermann Füller aus Theilheim ausgebildet wurden. Ihre Namen: Vera Zesewitz, Tanja Wenninger, Marie Christin-Düll, Tobias Wenninger, Julian Schlichenmeier und Michael Düll. Das Publikum war von beiden Musikgruppen begeistert.

Weitere Darbierungen wurden geboten. Zuerst war es Karl Zesewitz, der als Gemeindediener, das Gemeindegeschehen im letzten Jahr, in launiger Art, erzählte. Zum Schluss erwähnte Karl Zesewitz vom Besuch des Bundespräsidenten Herzog in Sommerhausen und dass es an der Zeit wäre, dass auch der amerikanische Präsident Clinton mit seiner Hillary uns besuchen kommt. Was leider nicht geschah. Dann traten Anni Stolz und später Else Hamm in Aktion. Mit ihren hintergründigen und lustigen Mundartgedichten, hatten sie die Lacher auf ihrer Seite. Ebenso kamen die zum Teil nachdenklichen Gedichte von Siegbert Fuchs sehr gut an. Ausgewählte Dias von „Annodazumal“ zeigte Helmut Schönbuchner und erzählte spannend von seiner Kindheit in Sommerhausen. Geehrt mit Urkunden wurden Heinrich Helm und Michael Mündlein als Ehrenmitglieder. Michael Bergmann würdigte und verabschiedete Kassier Ewald Fuchs und Ausschussmitglied Heinz Möhring. Beide erhielten einen Sommerhäuser Bocksbeutel. Mit beliebten Volksliedern endete der kurzweilige Bürgernachmittag im vollbesetzten Gemeindezentrum.

Veit Relin lud am 15.16. und 17. März zu seinem 20-jährigen Jubiläum im Torturmtheater ein. Seine Lesungen beinhalteten „Kostbarkeiten aus der Weltliteratur.“

Die lange Winterpause tat der TSG Sommerhausen nicht gut. Als Aufsteiger in die A-Klasse Würzburg (heute Kreisliga) schloss die TSG im Jahre 1995 mit den beachtlichen 6.Platz ab (17 Spiele, 8 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen, 31:29 Tore, 28 Punkte). Im Monat März 1996 gab es reihenweise Niederlagen (0:2 gegen Marktbreit, 0:1 in Schwarzenau, 0:2 gegen Lindleinsmühle, 1:4 in Gerbrunn).

Das lag auch daran, dass sich Top-Torjäger Joe Günther am 5.11.1995 schwer verletzte (Kreuzbandriss) und sehr lange fehlte. Joe Günther erzielte in der Saison 1994-95 als die TSG-Meister wurde, sagenhafte 50 Tore für die TSG.

Am 30.3.1996 (Palmsonntag) wurden 23 Konfirmandinnen- und Konfirmanden in der Bartholomäuskirche konfirmiert. Ihre Namen: Christian Baumann, Jan Dusel, Thomas Fink, Frank Friebe, Markus Friebe, Sven Köhler, Matthias Kress, Manuel Möhring, Johannes Trautner, Florian Wilbald, Manuela Amend, Bettina Brand, Carmen Friebe, Ines Hain, Simone Heilig, Silvia Kleinschroth, Jasmin Radcke, Anna Schloßnagel, Carmen Schuck, Stefanie Steinmann, Anna-Lena Strahtenwerth, Kerstin Weth, Vera Zesewitz.

Sommerhäuser Zeitgeschehen
Sommerhausen vor 25 Jahren – Rückblick Februar 1996 –

(Recherchiert und geschrieben von Siegbert Fuchs)

Eine Faschingshochburg war Sommerhausen noch nie und wurde es auch bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Sommerhausen setzte auf andere Prioritäten. Faschingshochburgen im Landkreis Würzburg waren damals u.a. Höchberg, Ochsenfurt, Giebelstadt, Frickenhausen, Margetshöchheim, noch nicht Veitshöchheim. 

Sommerhausen lag im Dornröschenschlaf des Faschings. Das sollte sich ändern, als der TSG-Vorsitzende Heinz Schenk, gebürtiger Eibelstädter und langjähriger Sommerhäuser Gemeinderat und 2.Bürgermeister, die Initiative übernahm und die TSG-Mitglieder überzeugte, dass auch die Sommerhaüser Fasching feiern können.  Heinz Schenk hatte im Januar 1976 den Mut ein verrücktes Plakat zu entwerfen und in das Mitteilungsblatt zu setzen, welches auf Kopfschütteln der Bevölkerung stieß. In großen Lettern stand geschrieben: „In der Ritterzeit“, dazu skurile Figuren die unter einer Phantasieburg dargestellt wurden.   Gezeichnet: Ritter Heinz von Schenkenstein. Schön mutig. Wäre Heinz Schenk, ein Künstler wie Luigi Malipiero oder Veit Relin, hätte man gesagt: „Künstlerisch sehr wertvoll“.  

Was anfangs belächelt und verspottet wurde, brachte neue Impulse für den Sommerhäuser Fasching, der Jahre vorher mehr eine Trauerveranstaltung – Lachen verboten –  war. Heinz Schenk unterstützt von seiner Frau Hildegard, setzte die Weichen für die vielen nachfolgenden tollen Faschingsveranstaltungen. Da dürfen wir auch Michael Hümmer und seine Frau Silke nicht vergessen, die turnerisch begabte  Kinder und Jugendliche zu Akrobaten formte. So entstand die TSG-Zirkusgruppe, welche im ganzen Landkreis und darüber hinaus bekannt wurde. Später kamen die Gardemädchen dazu, die von Marion Lindner, auch heute noch von ihr bestens betreut und großartig trainiert, werden. Die Weichen für die TSG-Zirkusgruppe legte, und das muss unbedingt auch erwähnt werden, die Turnabteilung mit Horst Oehler und vorher Willi Supp, nach den später die Turnhalle benannt wurde.  Die Turner und nicht die Fußballer, waren lange Zeit das  Aushängeschild des Vereins. Regelmäßig nahm die Sommerhäuser Turnriege beim Deutschen Turntag in Berlin teil. Der letzte große Turner der TSG war Johannes Oehler.

Erst nach und nach entwickelte sich die Fußballabteilung, mit zwischenzeitlichen Erfolgen einiger Meisterschaften, doch auch regelmäßigen Abstiegen. Konstant  waren nur die Jahre von 1966 – 1972.  Die goldenen 7 Jahren waren die Jahre von 1994 – 2001 in der Kreisliga , ehe es wie alle Jahre vorher, ein stetiges „Auf und Ab“ gab.  Zuletzt jedoch mit einem „Happy End“ in der Saison 2018-19, als die TSG mit dem 6.Platz in der Kreisklasse abschloss. Dann kam die Fusion mit Winterhausen. Ein Glücksfall wie es sich herausstellte. Nur die Corona-Pandemie konnte die Erfolgsstory SG Sommerhausen-Winterhausen stoppen. Sollte die Runde beendet werden, würde die SG als Tabellenführer mit den besten Quotientenwert in die Kreisliga aufsteigen. Das wäre der gerechte Lohn für die großartige Mannschaftsleistung.  Daran haben unbedingt die beiden Trainer Felix Vetter und Christian Kohl  einen großen Anteil.   

Eine Fusion mit Winterhausen wäre im Jahre 1996 und auch noch später, undenkbar gewesen. Kommunen und Nachbarvereine kamen sich stetig näher. Feindbilder von früher verschwanden. Das liegt auch an der positiven Einstellung  der heutigen jungen Generation. 

Zurück in das Jahr 1996. Wer erinnert sich noch an Friederike Kilian, „Wolle Ricka“ genannt, sie feierte am 11.2. 1996 ihren 75.Geburtstag. Unser Ehrenmitglied des Bürgervereins, Ernst Hügelschäffer wurde am 25.2. 75 Jahre alt.  Im Februar waren außer dem Fasching (17.2 – 20.2.96), keine Veranstaltungen in Sommerhausen.  Zwei Gemeinderatssitzungen fanden im Monat Februar statt. 

Über eine Gemeinderatssitzung möchte ich berichten, da wurde Erik Baum, der heutige Vorsitzende der Reservistengemeinschaft für 50 maliges  Blutspenden von Bürgermeister Gerhard Oehler, gewürdigt. Gerhard´s Oehlers Worte waren damals:  Es ist eine besondere Freude, einen jungen Mitbürger zu ehren, der durch sein 50maliges Spenden in vorbildlicher und persönlicher Weise mitgeholfen hat, Gesundheit und Leben zu erhalten.

Als Anerkennung und Ausdruck des Dankes wurden Erik Baum die Ehrenurkunde, die Ehrennadel für Blutspender in Gold und ein wertvoller Krug mit Zinndeckel, vom Roten Kreuz gespendet, überreicht.

Erwähnenswert noch dass die  Hauptschule Sommerhausen  im Februar 1996 zwei neue Computer bekam, welche von der Zweigstelle der Raiffeisenbank Sommerhausen gestiftet wurden. Condirektor Harald Salzborn und Lehrerkollege Dieter Lange freuten sich sehr darüber, schon deshalb, weil die gestifteten Computer den damaligen neusten Stand entsprachen. Ein weiterer Lehrer hatte aber  Bedenken wegen der neuen Computer. „Da werden wir ja in Zukunft überflüssig“, meinte dieser. Doch Condirektor Salzborn entgegnete beschwichtigend: „Nein, das werden wir nicht.  Doch unser Berufsbild wird sich verändern. Wir müssen uns mit den neuen Techniken mehr vertraut machen.“  Zum ersten Mal wurden 1996 die Zeugnisse nicht mehr mit der Hand, sondern mit dem Computer geschrieben. Welch ein Fortschritt.

Sommerhäuser Zeitgeschehen
Sommerhausen vor 25 Jahren – Rückblick Januar 1996 –

(Recherchiert und geschrieben von Siegbert Fuchs)

Sommerhausen boomt von Jahr zu Jahr. Immer mehr Touristen besuchen unsere Marktgemeinde.
75 Veranstaltungen fanden 1996 statt, dazu gehörten auch die Jahreshauptversammlungen der Vereine. Kurzfristig angesetzte Konzerte in der Bartholomäuskirche kamen noch dazu.

Helmut Kohl war Bundeskanzler, Roman Herzog Bundespräsident. Mehrmals besuchte er Sommerhausen. Die deutsche Fußball Nationalmannschaft wurde Europameister. In Sommerhausen fand die Bürgermeisterwahl und die Gemeinderatswahlen statt. Davon später.

Für Tierfreunde: Der Feldhamster wurde überraschend Tier des Jahres. Wer hätte das gedacht? Manche Vogelfreunde waren sehr enttäuscht darüber. Wie kann ein Tier, dass man kaum sieht, diese Ehrung erhalten?

Sommerhausen, Januar 1996: Die Jahreshauptversammlungen der historischen Vereine, da hat sich bis heute nichts geändert, fanden immer im Monat Januar statt. Dazwischen das Königsessen der Gräflichen Schützengesellschaft im Schützenhaus am 13.1.

Am 14.1. fand die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins im Gasthaus zum Goldenen Ochsen statt. Wenn ich zurück blicke, wollte ich nicht hin. Ein älterer Bürger, ich weiß nicht mehr wer es war, sagte zu mir: „Jetzt geh holt hie“ löste mich aus meiner Lethargie. Ich war erst kurz Mitglied im Bürgerverein, hatte aber keinerlei Bezug zu diesem Verein, der aus meiner damaligen Sicht alt und eingefahren war. Im Volksmund, sprach man damals vom Beerdigungsverein. Nun ich ging mit Skepsis hin, langweilte mich und wäre am liebsten in der Pause schon gegangen. Ich wußte vorher nicht, dass Neuwahlen stattfanden. Das zeigt eindeutig, dass mir dieser Verein nicht viel bedeutete. Mein Welt war damals eine andere, arbeitete ich doch lange am Flughafen. Die Geschehnisse damals in Sommerhausen berührten mich wenig.

Es kam zur Wahl und man suchte krampfhaft einen Schriftführer. Ich wurde überraschend vorgeschlagen. Zweimal lehnte ich ab, doch ein älteres Mitglied, sah mich scharf in die Augen und sagte: „Du mechts dess, du konnst doch schreib“. Ich ließ mich überrumpeln und so bin ich heute noch Schriftführer in diesem Verein, mittlerweile schon 25 Jahre. Im Nachhinein war dieser Entschluss wegweisend. Das Interesse für Sommerhausen, meinem Heimatort, wuchs stetig.

Die Wahl des Bürgervereins am 14.1. 1976: 1.Vorsitzender Michael Bergmann 2.Vorsitzender: Martin Fink Schriftführer: Siegbert Fuchs Beisitzer: Ludwig Steinmann, Frank Lindner, Heinrich Schwarz, Karl Zesewitz.
Kassenprüfer: Richard Schloßnagel, Wolfgang Baum

Sommerhausen besteht aus vielen Vereinen. Im Arbeitsbereich des Bürgervereins steht laut Satzung alle Sommerhäuser Vereine mit einzubeziehen und ihren Werdegang zu verfolgen und in Wort und Bild Veranstaltungen chronologisch festzuhalten. Dadurch findet man Einblick in die Arbeitsweisen der Vereine und empfindet Respekt für die verantwortlichen Personen und ihrem engagierten Helferteam.

Die Schriftführerin des Historischen Burschenvereins Doris Bauer gab in ihrem Bericht, welcher im Mitteilungsblatt im Januar 1996 erschien, folgendes kund:
Ehrenvorstand Kaspar Mündlein vom Bayerischen Ministerpräidenten ausgezeichnet.
Der Bericht von Doris Bauer (ungekürzt):
Für seinen unermüdlichen, über 50jährigen tatkräftigen Einsatz um den Historischen Burschenvereins, den er 25 Jahre als 1.Vorsitzender leitete wurde Ehrenvorsitzende Kaspar Mündlein vom Landrat Dr.Schreier im Autrag des Bayerischen Ministerepräsidenten mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienst von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“ ausgezeichnet. Überrascht wurde er bei der für ihn wohlverdienten Ehrung, von 9 Frauen und Männern seines Vereins, die in Tracht und historischen Uniformen unangemeldet und heimlich den kleinen Sitzungssaal im Landratsamt bevölkerten. Selbst Bürgermeister Gerhard Oehler, angetan in historischer Uniform, war bei der Ehrung anwesend und freute sich über die gelungene Überraschung. Landrat Dr. Schreier erwähnte in seiner Laudatio besonders den hohen Stellenwert des Burschenvereins innerhalb des Landkreises und erwähnte hierbei die unter Mündleins Führung durchgeführten Aktivitäten wie zum Beispiel – Teilnahme bei der Schlußfeier der Olympia 1972 in München – beim Internationalen Trachtenfest Wels/Österreich – bei der Blumenausstellung in Würzburg Partnerstadt Caen. Überreichung der Medaille „für vorbildliche Heimatpflege“ Gründung der vereinseigenen Akkordeonengruppe u.a. Auch freute er sich natürlich über das farbenprächtige Bild der anwesenden Trachtler, die der Ehrung eine ganz andere Note gab. Ganz ungezwungen und kameradschaftlich ging es dann in einer über zwei Stunden dauernden Kaffee und Frankenweinrunde zu, bei der wir überrascht waren, wie genau der Landrat doch unsere Gemeinde kennt. Viele Anekdoten machten die Runde und wir alle waren der Meinung das diese Anerkennung des Bayerischen Ministerpräsidenten dem Trachtenverein besonders gut tut, sei dies ein Hinweis, dass ihre Arbeit auch geschätzt wird.
Doris Bauer, Schriftführein

Wer diese Zeilen nach so vielen Jahren liest, spürt, wie Doris Bauer einfache, ehrliche und schöne Worte findet, um einen Menschen zu loben, der sehr viel im Historischen Burschenverein Verein bewegte. Der aus Altersgründen zurückgetretene Vorsitzende Kaspar Mündlein hatte es verdient, dass man ihn noch zu Lebzeiten ein würdiges Denkmal setzte.
Doris Bauer ist nun schon 26 Jahre Schriftführerin des Historischen Burschenvereins.

Weitere Veranstaltungen im Januar 1996:
Der Historische Burschenverein fuhr mit dem Bus zum Schlachtschüsselessen nach Röthlein bei Schweinfurt  am 20.1. Beim Kappenabend in der Willi-Supp-Halle am 26.1. begeisterte der Eibelstädter Musiker Rudi Siegler das zahlreich erschienene Publikum.

 

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